good morning starshine!

so cool bitte. gestern zum ersten mal mit einer spraydose hantiert und einen roten penis auf amelies wand gesprüht. geil, macht wahnsinnigen spaß. werde mir spraydose kaufen und überall rote ..

außerdem wurde die arme besoffen eingeschlafene deutsche von oben bis unten mit meinem edding verziert. oh gott, bitte möge mir das nie passieren. so richtig hardcore besoffen schlafen, dass einen nichtmal edding-gekritzle im gesicht aufweckt. es gibt aber da auch sowas wie eine nahrungskette - sie war halt das opfer und wir haben und gnadenlos an ihrem fleisch abgewetzt. genial. danke, julia.

außerdem wird ja jetzt gnadenlos mit aller hirnwichsscheiße aufgeräumt, das hab ich mir echt vorgenommen. nein, blödsinn, es ist im grunde ja nur der einzig logisch folgende schritt. blockaden abbauen und vielleicht dann irgendwie sowas wie freiheit spüren. tolle aussichten!

blogshreiben kann mir eigentlich jetzt auch mal den buckel owerutschen. kein bock mehr, sich was schönes auszudenken. schluckt meine ungeschönte scheiße oder lasst bleiben.

arr.

8.10.09 13:24, kommentieren

vor drei nächten bin ich die freundin eines französischen fußballspielers. er ist eigentlich afrikaner. er hat mich echt gern, aber ich bin mir immer noch nicht sicher, ob meine gefühle für ihn stark sind. er wird nun wahrscheinlich von einer österreichischen mannschaft gekauft und wir können in wien zusammenziehen. würde er doch nur endlich mal mit mir schlafen, dann würde ich mich dopamingepusht wirklich in ihn verlieben. ich frage mich, warum ich so funktoniere und schäme mich ein bisschen.


irgendwann wache ich auf.


...


letzte nacht suche ich müsli und treffe auf den dorfer. wir fangen an zu flirten und nach dem nächsten schnitt befinden wir uns schon in seiner wohnung, fallen knutschend in sein weiß bezogenes bett. kuscheln mit ihm ist schön, auch wenn er eigentlich gar nicht mein typ ist. ich küsse ihn auf die augen, das liebe ich. dann erklärt er mir, dass er gar nicht auf eine beziehung aus ist. ich bin nicht wirklich enttäuscht, es ist nur ein etwas komisches gefühl. ich streife ihm mit der hand über den bauch und er bäumt sich auf. es scheint ihm zu gefallen, ich fasse ihn an und er ergießt sich schnell. aha, sage ich, na toll, so ist das also bei einem mann mittleren alters. er sieht mich entsetzt an. ich sage zu ihm: hey, das war ja nicht so gemeint, komm schon, jetzt tu nicht so. seine augen suchen hastig nach seiner kleidung, die im raum verteilt ist. ich sage: ich hab das doch gesagt, weil du ein comedian bist und sowas verstehen solltest, oder? er schlägt die augen nieder und stammelt: meine freundin ist im 7ten monat schwanger. ich bin geschockt: entschuldige, das wollt ich nicht. ich fange an zu schluchzen, sammle meine sachen zusammen. er versucht mich zu trösten. wir umarmen uns nocheinmal, unbeholfen.


irgendwann wache ich auf.

1 Kommentar 6.10.09 04:12, kommentieren

spätnächtliche erkenntnisse (1)

notgeil online fetzenshoppen ist wie hungrig vor der feinkosttheke stehen.
du willst einfach alles haben.

pornos helfen.

16.9.09 04:45, kommentieren

wir haben zucker auf den boden gestreut
es kommen tiere und sie knien sich und lecken ihn auf
wir hab'n die sonne auf den himmel gestellt
sie schmilzt den zucker und die tiere bleiben kleben darin
es trieft und tropft der süße sirup aus ihrem fell
sie fangen an sich gegenseitig zu essen
die promenaden biegen sich vor sex und dreck
wir lieben es, dem treiben zuzusehen




you re my licky licky bang bang boy
youre my licky sticky sugar fantasy
let us roll on the floor
write I LOVE into the snow
with our sticky sticky blood
with our sticky sugar blood
with our blood
with our blood
with our blood

14.9.09 15:33, kommentieren

oh yes, rebirth!

so hoch gestiegen, dass man die häuser nicht mehr genau erkennt, unter dem dunst der stadt. aber besser nicht runtersehen. ich folge dem schwarm. der große weiße, der mir vorausfliegt, wendet immer wieder seinen kopf um aus dem augenwinkel zu erspähen, ob ich noch da bin. ich will seine erwartungen nicht enttäuschen und schwäche zeigen. er soll mich nicht dabei ertappen, dass ich versuche, mein hausdach auszumachen. rechts von mir zischt ein kleiner gelber vorbei, mit unglaublich schnellem flügelschlag. er setzt sich an die spitze des schwarms und drosselt die geschwindigkeit. es geht fließend voran. die landschaft wechselt langsam, es mischen sich von baumreihen gesäumte felder unter die wohnhausgruppen. hin und wieder blitzt das blau eines pools auf. über mir, ein unendlicher pool aus vollem, dunklem samtblau. ein weiter, immer kälter werdender raum. die farbe der erbarmungslosigkeit. ich fliege den rand der leere entlang wie ein wächter der grenze zu einem verbotenen ort. da liegen unzählige diamanten drin, aber niemand wird sie jemals heben können, denn sie sind unvorstellbar schwer und so gleißend hell, dass sie einem die netzhaut verdampfen würde, würde man ihnen zu nahe kommen. ein plötzlicher windstoß lässt mich straucheln, ich reiße von meiner bahn ab und krache fast in den langbeinigen grauweißen neben mir. er weicht mit minimalem aufwand aus, gleitet elegant zur seite und wirft mir einen neckischen blick zu. ja, ich kann das noch nicht so gut und sehe auch nicht so aus, als wären meine flügel immer schon bei mir gewesen. sie glänzen noch, ganz frisch. wir fliegen über einen wald, der hier und da von adern durchzogen wird. aus der höhe sieht es aus wie lebendiges, grünes gewebe. wenn ich die augen zusammenkneife, scheint es, als würden sich die hügel leicht heben und senken, in einem gleichmäßigen kommen und gehen. der weg ist noch weit, ich konzentriere meinen blick wieder auf den horizont. irgendwann, nach einiger zeit, wird dort ein glitzernder streifen auftauchen und das ist unser ziel.

13.9.09 00:36, kommentieren