oh glory hole that you are.
heute habe ich entdeckt, dass ich auf facebook seine pinnwandeinträge lesen kann. das sind dinge, die fahren dann über dich wie eine führerlok, mit einem millimeter pro minute, mit krachenden knochen und blutschnalzen und allem. kann man nicht bremsen. verdammtes internet, verschissenes facebook. was ist das? das ist keine liebe. nichtmal ein schatten einer liebe. nur mehr kalter rauch aus einem mund, der vor langer zeit mal zusammenhanglos das wort liebe benutzt hat, etwa wie: die liebe des wieners zu seiner würstelstandwurst. oh horny glore.

1.3.10 02:12, kommentieren

schreiben,
nein, das ist kein schreiben hier, das ist tippen. schreiben ist anders. schreiben zieht die bewegung der hand als linie auf das blatt. das bist du, das ist eine unmittelbare spur. jeder schwenk einzigartig. das ist schreiben. fühlen, berühren, führen, gleiten lassen. das hier ist nicht schreiben. das ist tippen. getipptes ist tot und erwacht erst durch das gelesen werden zum leben. aber wenn es keiner liest.. du kannst als geschriebenes wort ewig in der dunklen einsamkeit des nicht gelesen werdens vegetieren, oder du kannst als totes getipptes in der unendlichkeit der virtualität hängen, auch allein und unentdeckt. lebend allein sein oder tot allein sein. unterschied? natürlich, das erstere besitzt soetwas wie einen hauch von pathetischer würde. und würde.. das ist nochmal eine ganz andere geschichte.

du schreibst nicht mehr. vielleicht doch und ich sehe es nur nicht. ich habe die dünnen fäden, die sich zwischen dir und mir durch die luft zogen gekappt. und doch finde ich mich in letzter zeit immer wieder an den klippen stehend, versuche zu dir hinüber zu sehen, zu erahnen, was du machst.
ich kann nichts mehr von dir lesen, das heißt, du stirbst immer mehr in mir. ich kann dir nicht folgen. deine letzten spuren zerbröseln unter meinen füßen, weil ich immer wieder drübergehe um mir nochmal die illusion zu schenken, dir nahe zu sein. es wird immer blasser, verliert an geschmack. du hast die gelegenheit genutzt, dich mir zu entziehen und ich habe in einem anflug von stolz die fäden gekappt. stolz. das ist auch so ein eigenes kapitel.

ich kann mich erinnern, wie es war, als du mich gelesen hast. wie merkwürdig das geklungen hat, meine worte durch dich gleiten zu hören. du warst viel zu langsam, das hätte schneller gehen müssen. man hätte sich besser einspielen können. man hätte es besser abstimmen müssen. deine stimme und meine gedanken.

und vielleicht schreibst du ja. in das buch, auf das papier, mit einem stift. und ich kann es unmöglich lesen, denn ich müsste es dir abnehmen, es dir von deinem leib weg entreißen, und dazu komme ich nicht. die fäden sind gekappt. dein lebendiges bleibt bei dir allein, ich an meinen eigenen schroffen klippen stehend, lehne mich zu weit nach vorn. zu weit.. das ist mittlerweile wirklich schon eine alte leier.

22.2.10 04:13, kommentieren

teer auf federn um mich und es funktioniert.
bunte streusel aus sand und es funktioniert.
spröde lippen sind laut und es funktioniert.

sing, sing vogel, aber sieh sie nicht an.
von plätzen und katzen, aber sieh sie nicht an.
nicht in die augen, der blick stumpf ins all,
sag nichts, fühl nichts, vertrau nicht, sieh sie nicht an.

sie werden dich kriegen, sie nehmen dich aus,
halt den blick frei, das herz fest, den mund stumm.

aber wenn du nicht so leben kannst, pass auf.
wenn das wegsehen nicht klappt, pass auf.
wenn singen das einzige ist, was du willst,
bring die stimme die dächer hoch, es fuktioniert.

9.12.09 04:43, kommentieren

meine kindheit, das ist der geschmack von süßem granatapfelsaft.

das ist mehr als eine liebe. größer als eine liebe. das hat seine wurzeln in der ganzen stadt und gräbt sie tief in die erde und an laternenpfählen hoch.
kann man jemals wieder an endlichkeit glauben, wenn man, auch nur für den bruchteil eines augenblicks, gespürt hat, wie groß das alles ist? kann man jemals wieder eine leichtsinnige liebe empfinden, einen nebelhauch über einer wiese schwebend, schön aber substanzarm? sind wir nicht schon zu weit gelaufen und finden den weg nicht zurück zum gewöhnlichen?

3.11.09 16:18, kommentieren

es sind so viele gefühle.. wow.

es ist so viel da von uns, wir sind so groß für einander. ich weiß, dass du da bist. du spürst, dass ich da bin. aber wo genau sich unsere wege finden ist für mich noch völlig unklar. irgendwann. ich weiß nicht, in welchem leben. irgendwann bestimmt.
ich habe so eine sehnsucht endlich zur güte zu finden. ich gebe mir so viel mühe mit dem leben, bitte, da muss doch eine belohnung drin sein. es wäre so schön, wenn du der krug wärst, aus dem ich trinke und danach nicht noch durstiger bin, wie sonst immer. ich möchte ein krug sein für deine gedanken und träume, für deine phallische energie, die blind nach einer mitte tastet. wenn die wege sich einmal kreuzen, dann wird die sonne immerzu aufgehen, einmal jede stunde, nicht nur einmal am tag, sondern immer und immerzu wieder.

ich möchte manchmal tanzen, als gäbe es kein morgen. mit geschlossenen augen und getrieben vom schlag. ich finde es lächerlich, nichts zu tun zu haben, nichts zu tun haben zu wollen und außerdem noch mittags brühe trinken aus dem automaten. heute wird es anders, heute wird sich etwas ändern, heute erreiche ich ihn endlich und kann ich berühren, wenn auch nur für zwei augenblicke.
ich streiche dir durch das haar mit meinem langen perlmuttfinger, der durch die ganze stadt reicht, der dich auch am ende der welt findet. ich weiß, du spürst das. für mich ist es ein blitz, der durch mein innerstes jagt, gleißend hell. für dich ist es vielleicht nur ein verrirrter atem eines nordwinds, transparent gefärbt in rot und blau. es reicht mir. es sei nur ein hauch, aber es ist mein und es ruht auf deiner haut, zwei augenblicke lang. für jetzt reicht es mir. es ist so klein, so groß, da ist so viel gefühl.

wo treffen sich die wege. muss ich einen schritt auf dich zugehen, oder reicht mein vertrauen in uns und in die güte aller dinge? es wird sich finden, so oder so ist es gut. vielleicht muss ich es dich selbst finden lassen. zeit scheint keine rolle zu spielen, vertrauen ist alles. der einzige faktor, an dem man ermessen kann, dass das universum sich bewegt, ist die sehnsucht, die zu einem planeten wird. so groß. es ist so viel gefühl. man kann es manchmal kaum aushalten.

1 Kommentar 25.10.09 04:20, kommentieren